Apple MacOS

Die Firma Apple war schon immer bekannt mit ihrer Macintosh-Plattform als Alternative zu einem i386-Industriestandard-PC, welche 1984 das erste Mal auf den Markt kam. Die heutzutage so selbstverständliche PC-Bedienung mit der Maus und einem grafischen Desktop verdankt man Apple, weshalb der Macintosh für viele auch heute noch ein Synonym für benutzerfreundliche Computerbedienung darstellt. In der Industrie konnte sich der Macintosh vor allem im grafischen Gewerbe gut etablieren, weshalb man auch heute noch in vielen Zeitschriftenredaktionen und Druckereien auf Macintosh-Rechner stösst.

Betriebssystemmässig begann Apple mit dem klassischen MacOS für die 68000er-Prozessorfamilie der Firma Motorola und wechselte 1994 mit dem PowerPC auf die RISC-Technologie (Reduced Instruction Set Computer), da die bisherige CISC-Technologie (Complex Instruction Set Computer) an ihre Grenzen bezüglich Steigerung der Rechenleistung gestossen ist. Eine sehr gut umgesetzte 68k-Emulation bei den PowerPC-Macs im gleichzeitig erschienenen MacOS 7.5 ermöglichte den Anwendern und Software-Entwicklern eine sanfte Migration auf den neuen leistungsfähigen Standard.

In der Vergangenheit war Apple jedoch auch entsprechend bekannt, primär proprietäre Schnittstellen und Dateiformate einzusetzen, was einen Datenaustausch mit DOS/Windows-PC-Anwendern erheblich erschwerte. Glücklicherweise passten sich aber die neuen Macintosh-Modelle, welche inzwischen USB- und Firewire-Schnittstellen auch einen Standard-Ethernet-LAN-Anschluss bieten, den heutigen Standards an. Dank dem Internet wurde auch das Apple-eigene Netzwerkprotokoll AppleTalk durch TCP/IP im Laufe der Zeit verdrängt, weshalb es heute eigentlich keine Probleme geben sollte, einen Macintosh in ein Netzwerk mit anderen Plattformen wie Windows und UNIX zu integrieren.

MacOS X mit UNIX-Kern als Basis

Einen erneuten Schritt beim Betriebssystem machte Apple 2002 mit dem neuen MacOS X, welches auf einem vollwertigen UNIX-Kern basiert und somit das erste Mal für den Profi Shellbefehle bereitstellt, was bei den bisherigen Versionen bis MacOS 9.x noch nicht der Fall war. Äusserlich kennzeichnet sich MacOS X Leopard durch sein Aqua-Design beim Desktop, entsprechend dem Erfolg mit dem bei der iMac-Generation eingesetzten Transparenz-Design. Hardware von Apple zeichnet sich daher heute sehr stark durch sein individuelles Design aus.

MacOS und Sicherheit

Lokale Sicherheit gibt es eigentlich erst ab MacOS X, wo es für das Anmelden an der Station ein gültiges Benutzerkonto braucht. Dagegen waren auf Netzwerkebene schon die bisherigen MacOS-Versionen insgesamt recht vorbildlich. So gibt es beispielsweise einen offenen AFS-Port nur dann, wenn man auch wirklich im File Sharing ein Verzeichnis freigibt. Es gibt es auch für MacOS Viren, deren Zahl hält sich jedoch in Grenzen. Der Grund dürfte der relativ geringe Verbreitungsgrad bzw. die geringe Attraktivität für Virenentwickler sein.

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